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Hier folgen neben den Klausurtipps demnächst auch Hinweise zum Lernen lernen.

Orientierungshilfe zum Schreiben von Klausuren

Lese die Fragen/Aufgaben in Ruhe durch und denke darüber nach!

Oft haben Korrektoren den Eindruck, "im falschen Film" zu sein, weil die Ausführungen nur am Rande (oder garnicht) mit der gestellten Frage/Aufgabe zu tun haben ...

Es entsteht der Eindruck, dass die Kandidaten die Frage/Aufgabe nur flüchtig gelesen haben, sodann einige Assoziationen vor ihrem geistigen Auge aufstiegen und sie zu denselben anschließend das gesamte vorhandene Wissen erst einmal "abgeladen" haben - ganz egal, ob das nun verlangt war oder nicht ...

Deshalb ...

Beantworte/Bearbeite die gestellte Frage/Aufgabe und nicht irgendeine andere Frage!

Achte darauf, wieviele Punkte es für die Frage/Aufgabe gibt bzw. wieviele Minuten dafür in der Punkte-/Minuten-Relation vorgesehen sind!

Es sei die Hypothese gewagt, dass es auch bei Klausuren ein "Gesetz des sinkenden Grenznutzens des nächsten geschriebenen Satzes" gibt: Meist schreibt man am Anfang das Wichtigste nieder, dafür gibt es die meisten Punkte.

In der Regel sollte man nur solange an einer Frage/Aufgabe arbeiten, bis ihr vorgesehenes "Zeitbudget" erschöpft ist oder man nichts mehr zu schreiben weiß.

Wenn man nichts mehr zu schreiben weiß, sollte man nicht verkrampfen, sich nicht verbeißen, sondern lieber erst einmal zur nächsten Frage/Aufgabe übergehen. Besser, man spart sich die Zeit auf und kommt später (wenn dann noch Zeitreserven verbleiben) noch einmal auf die Frage/Aufgabe zurück.

Achte in diesem Zusammenhang auch auf die Aufforderung in der Frage/Aufgabe, was zu tun ist!

Normalerweise wird in der Fragestellung/Aufgabenstellung über Begrifflichkeiten wie "Nennen Sie ...", "Skizzieren Sie ...", "Erläutern Sie knapp ...", "Erläutern Sie ...", "Diskutieren Sie ...", "Beschreiben Sie ..." angedeutet, in welcher Ausführlichkeit auf die Fragestellung/Aufgabe eingegangen werden soll. Die entsprechende Punktezahl für die Fragestellung/Aufgabe gibt (über die Punkte/Minuten-Relation) einen weiteren Hinweis.

Wende nicht blind bekannte Methoden und Techniken an!

Klausuraufgaben beinhalten oft Besonderheiten, welche die Lösung "nach Schema F" unmöglich machen - es geht damit gerade darum, zu prüfen, ob die Kandidaten die anzuwendende Methode/Technik verstanden haben oder nur "blind" anwenden - die sogenannte "Transferleistung". Wenn man in solchen Fällen die vorgegebene Situation einfach in eine bekannte Methode/Technik "hineinpresst", kommt dabei selten etwas Sinnvolles heraus.

Wenn im Rahmen einer Frage/Aufgabe umfangreiche Ausführungen erforderlich sind: Gliedere dieselben! Stelle Deine Gliederung ggf. auch explizit den Ausführungen voran!

Ein Korrektor, der über mehrere Seiten Deine Ausführungen liest, gewinnt keinen sonderlich guten Eindruck von Deinen Fähigkeiten, wenn thematisch alles "wie Kraut und Rüben" durcheinandergeht. Es entsteht vielmehr der Eindruck von Konzeptionslosigkeit.

Deshalb dient eine (implizite) gedankliche Gliederung zunächst schon einmal dazu, die Ausführungen "im Kopf" zu ordnen und in dieser Folge niederzuschreiben.

Wenn es vom Umfang der Ausführungen her lohnend erscheint, kann man die Gliederung auch noch einmal denselben voranstellen, um dem lesenden Korrektor eine "idea of the shape of things to come" zu geben.

Schreibe leserlich!

Man sollte eigentlich annehmen, dass das keiner weiteren Erläuterung bedarf. Wenn ein Korrektor etwas wirklich nicht lesen kann, kann es nicht bewertet werden. Spekulieren darf er nicht. Und das trifft doch öfters zu, als man denken mag. Zudem: Ein Korrektor ist auch nur ein Mensch und es versetzt ihn in eine durchaus gereizte Stimmung, wenn er über Seiten "Hieroglyphen" entziffern muß - das sollte sich zwar nicht in der Bewertung niederschlagen - aber kann man das immer garantieren?

Nutze die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel!

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Zuletzt geändert am 12.03.2003